25 Jahre Bauernmarkt in Settrup am 11. September 2016

Der Settruper Bauernmarkt feiert Jubiläum. Am 11. September gibt es auch viel Neues zu sehen. Bereits seit 1992 wird in Settrup der schon historisch zu nennende Bauernmarkt des Heimatvereins Settrup veranstaltet, in diesem Jahr zum 25. Mal. Altes und neues Handwerk, Handarbeiten aller Art, Selbstgemachtes aus dem Bauerngarten, über 50 Jahre alte Oldtimertraktoren, einen Gewerbemarkt, Töpfer und Glasbläser sowie ein Heißluftballonstart finden die Gäste des Heimatvereins in Settrup. Von nostalgischen Berufen und Produkten bis zur gegenwärtigen Technik bietet der Settruper Bauernmarkt in und um das Settruper Heimathaus den Besuchern ein umfangreiches Programm über das Leben auf dem Lande, einst und jetzt. Gerade das Dreschen von Korn mit einem alten Dreschkasten fasziniert viele Besucher. Für die älteren Besucher kommen Erinnerungen an die alten Zeiten wieder hoch. Die jüngeren Besuchern bekommen dagegen eine kleine Vorstellung, wie schwer die Arbeit früher auf dem Lande war. Das Glasbläsern, Blaudruck, Seidenmalereien, Korbflechten, Drechseln, Töpfern, Imkern, das Weben und Flechten von Teppichen sowie Schmiedearbeiten sind ein weiterer Teil der handwerklichen Darstellungen. Naturprodukte aus dem Bauerngarten nehmen einen hohen Stellenwert ein. Ein reichhaltiges Speiseangebot und eine große Tafel aus selbstgebackenen Torten sorgen für das leibliche Wohl der Gäste. Der Federweißer ist bereits zu einem festen Begriff dieses Bauernmarktes geworden. Ein Kleintiermarkt, eine Maschinenausstellung, Trockenfloristik, Brotbäckerei oder Produkte aus dem Hofladen bereichern ebenfalls den Settruper Bauernmarkt. Der angeschlossene Floh- und Trödelmarkt wird auch in diesem Jahr wieder viel Farbe ins Spiel bringen.


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Vorbereitungen zum Bauernmarkt

Das steht außer Frage: Der Höhepunkt im Jahresreigen des Heimatvereins Settrup ist der traditionelle Bauernmarkt im September. Er lockt Jahr für Jahr viele 1000 Menschen aus der Region an. Damit alles reibungslos über die Bühne geht, sind umfangreiche Vorbereitungen nötig. Dazu gehört auch das Getreidemähen mit historischen Erntegeräten. Auf Gut Bredenschlag bei Familie Susewind steht den Heimatfreunden, wie in jedem Jahr, ein Roggenschlag für das Korn mähen – wie die Heimatfreunde sagen – zur Verfügung. Mit Sensen, Sicheln und Bik machen sich die fachkundigen Männer an die Arbeit, mähen den Roggen, binden die Garben mit Stricken aus Stroh und stellen Hocken auf – ganz so, wie es noch bis zur Mitte des vergangenen Jahrhunderts Jahrhundert üblich war. Das Mähen mit Sicheln und Sensen muss gelernt sein. Neben der Schärfe der Schneide, die haarfein gedengelt wird, ist die richtige Technik, der richtige Hüftschwung notwendig, damit das Korn fällt. Dass muss man erst einmal beherrschen, wie jeder Anfänger feststellen kann. Wenn die Mäharbeit erledigt ist, binden die Heimatfreunde den Roggen mit einem Strick aus langen Halmen zu passenden Garben. Die Enden der Halme werden zusammengedreht und fachgerecht unter den Strick geschoben. Auch das Bedarf einer gewissen Übung. Die älteren Mitglieder im Heimatverein Settrup beherrschen die alle Techniken noch perfekt, denn gelernt ist gelernt. Sie würden ihr wissen gerne an jüngere Mitglieder weitergeben. Eigentlich war das Binden früher die Arbeit der Frauen. Ihre weißen Flatterhüte waren im Sommer weithin auf den Feldern sichtbar. Beim Bauernmarkt im September wird der Roggen bei mehreren Vorführungen mit dem Döschkekassen (Dreschkasten) des Heimatvereins gedroschen.

Settrup feierte 1990 sein 1100jähriges Bestehen

Die Idee zur Ausrichtung eines Bauernmaktes entstand aufgrund der großen Resonanz auf die Feierlichkeiten zum 1100jährigen Bestehen des Ortes Settrup im Jahre 1990. Auf diesem historischen Markt wurde das Leben der Vorfahren durch die Darstellung alter Berufe und Handwerke geschildert. Rund um das Heimathaus, das erst 1989 im Rahmen einer großen Feier eingeweiht worden war, waren Maurer, Zimmerleute und Dachdecker aber auch ein Schäfer, ein Hufschmied und ein Steinmetz bei der Arbeit. Landwirten konnte beim Korndreschen und Dengeln der Sensen zugeschaut werden. Zudem gab es eine Handarbeits- und Jagdausstellung, viel musikalische Unterhaltung und kulinarische Angebote. Schon bei dieser Veranstaltung, die die Presse seinerzeit als „Jubiläumsveranstaltung der Superlative“ bezeichnete, wurden rd. 3.000 Gäste begrüßt.

Der erste Bauernmarkt hieß noch „Erntefest“

Aufgrund des großen Interesses folgte zwei Jahre später am 19. und 20. September der erste Bauernmarkt, damals allerdings noch unter dem Namen „Erntefest“. Das Fest begann am Samstag mit einem Tanzabend mit zahlreichen Gästen aus der Partnergemeinde Borgsdorf (heute Teil der Stadt Hohen Neuendorf). Der eigentliche Markt mit der Darstellung historischen Handwerks begann am Sonntag Vormittag. Zu den ersten Teilnehmern zählte auch die Integrierte Gesamtschule Fürstenau, die Früchte aus dem Schulgarten und Trockenblumensträuße anbot, sowie die Gemeinnützige Initiative Jugendarbeitslosigkeit und die Kinderkrebshilfe Fürstenau. Die Freiwillige Feuerwehr Fürstenau stellte einen Teil ihres Fuhrparks aus und bot Rundfahrten für die Kinder an. Eine kleine Gewerbeschau und ein Flohmarkt rundeten das Angebot ab. Die große Kaffeetafel unter der Leitung von Brigitte Bauer und heute von Lore Lah mit ihren Teams ist im Laufe der Zeit zu einem Aushängeschild des Bauernmarktes geworden. Damals wie heute führt Ernst Sülthaus in bewährter Weise durch den Tag. Ebenfalls ein Mann der ersten Stunde ist Wolfgang Meyer, der die organisatorische Leitung inne hat und ohne den diese Veranstaltung kaum denkbar wäre.

Seit 1993 findet der Bauernmarkt regelmäßig statt

Ab 1993 hieß der Markt dann „Settruper Bauernmarkt“ und sollte immer am zweiten Sonntag im September stattfinden, da dies der offizielle „Tag des offenen Denkmals“ ist. Das Ausgangskonzept, das besonderen Wert auf die Darstellung historischen Handwerks und alter Technik zusammen mit einem bunten Marktgeschehen legt, wurde seitdem nur behutsam verändert aber kontinuierlich ausgebaut und ergänzt. Mit zwei Ausnahmen findet der Markt seitdem jährlich statt und zieht regelmäßig mehrere Tausend Besucher an. Der Settruper Bauernmarkt ist damit eine der größten und ältesten Veranstaltungen dieser Art und wurde auch schon als Wiege aller Bauernmärkte bezeichnet. Seit 1995 startet zum Ausklang des Marktes, sofern es die Witterung zuläßt, ein Heißluftballon direkt vom Marktgelände.

Zum Jubiläums-Bauernmarkt gibt es neue Aktionen

Der 25. Bauernmarkt soll etwas Besonderes werden. Bereits seit Wochen arbeiten daher die Settruper Vereine am Programm, um den erwarteten 8.000 Gästen ein rundes Programm zu bieten. Dabei sollen die bekannten Attraktionen um neue Programmteile ergänzt werden. Dazu gehört die Gruppe „Mercks wol“, die mit mittelalterlichen Klängen unterhält, Gaukler und Akrobaten der IGS und vieles mehr. Ein Schwerpunkt liegt auch auf dem Bereich „altes Handwerk“ und dem beliebten Tiermarkt. Rund 130 Aussteller werden wieder vertreten sein. Ob der Heißluftballon startet, hängt jedoch vom Wetter ab. Auch die einzelnen Ortsteile sind in die Vorbereitungen eingebunden und gestalten Strohfiguren, die ab August an den Ortseingängen auf den Bauernmarkt aufmerksam machen. Auftakt ist jeweils Ende Juli, wenn auf dem Hof Susewind mit Sense und Sichel die Garben gemäht und gebunden werden, die auf dem Bauernmarkt mit dem alten Dreschkasten live gedroschen werden.

Der Bauernmarkt wird ausschließlich von ehrenamtlichen Helfern organisiert

Der Heimatverein Settrup ist besonders stolz auf alle Settruper und Freunde Settrups, die bei der Vorbereitung und Ausrichtung helfen, denn diese Veranstaltung findet rein ehrenamtlich statt. Die Erlöse fließen in die Unterhaltung des Heimathauses, das dadurch als Ortsmittelpunkt erhalten werden kann. Der persönliche Einsatz der Beteiligten sorgt für den besonderen und familiären Flair des Settruper Bauernmarktes.

Für weitere Informationenstehen Ihnen

Franz Dühnen
Tel. 05901 3477
 
Ernst Sülthaus
Tel. 05901 2095
 
Wolfgang Meyer
Tel. 05901 1719
Email: wmeyer.settrup@osnanet.de

gerne zur Verfügung.

Die Veranstaltung findet statt am 11. September 2016 ab 10.00 Uhr auf dem Gelände des Heimathauses Settrup, Am Bahnhof 2, 49584 Fürstenau.

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